Hoch sind im Trentino nicht nur die Berge, sondern auch der Anspruch an das Kunst- und Kulturangebot. Die historischen Städte Trento und Rovereto bieten neben italienischem Lebensgefühl eine Vielzahl an international angesehenen Museen, Galerien und Kunstausstellungen.
Zeitgenössische Kunst im Mart in Rovereto
Im Museum moderner und zeitgenössischer Kunst Mart (Museo di Arte Moderna e Contemporanea) in Rovereto warten auf Kulturhungrige interessante Ausstellungen. Noch bis zum 13. Januar 2013 besichtigen dort Interessierte die Schau „Un altro tempo. Fra decadentismo e modern style“. Dort werden bisher nicht veröffentlichte Objekte gezeigt. Mit der Ausstellung „La magnifica ossessione“, die am 26. Oktober ihre Pforten öffnete, haben die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Jubiläum des Mart begonnen. Die Besucher haben die Möglichkeit, in die Geschichte und die Faszination des Sammelns einzutauchen sowie Verbindungen zwischen Restauration und Erhaltung zu erkennen. Zu bewundern sind nicht nur zeitgenössische italienische, sondern auch internationale Künstler und ihre wichtigsten Objekte. Zu den sehenswerten Werken zählen neben Gemälden auch Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Möbel.
Ritterduelle und Heldensagen im Castello del Buonconsiglio
In den heiligen Gemäuern der Residenz der Fürstbischöfe von Trento, dem Castello del Buonconsiglio aus dem 13. Jahrhundert, befindet sich heute das Landeskundemuseum. Noch bis Mitte November können sich kulturinteressierte Urlauber die Ausstellung „Die kaiserlichen Ritter – Burgen als Schauplatz für Krieg und Turniere“ ansehen. Unter Fachleuten gilt diese Schau als einzigartige Gelegenheit, die wichtigste Sammlung der Welt an Waffen, Kampf- und Paraderüstungen sowie an Gemälden, Drucken, Manuskripten und Kunstgegenständen aus der Zeit der Heldentugenden, Minnesängern und Ritter zu bewundern.

Trento. Castello del Buonconsiglio. Credits: Trentino, Gianni Zotta
Eine Reise in die Steinzeit im Museo delle Scienze
Seit Mitte September zeigt das Naturkundemuseum Trento eine in seiner Form einmalige Ausstellung über die Entwicklung der Menschheit. Eine multimediale Zeitreise schickt die Besucher über Jahrmillionen zurück nach Afrika, wo die Ursprünge menschlichen Lebens liegen. Die Museumsleitung, Kuratoren und Forscher warten mit einer kleinen Sensation auf: Im Kieferknochen eines Steinzeitmenschen, der bereits vor 100 Jahren in einer Höhle im heutigen Slowenien gefunden wurde, haben Forscher mit Hilfe moderner Untersuchungstechniken eine Zahnplombe aus Bienenwachs entdeckt. Damit nicht genug. Die Ausstellungsbesucher bestaunen Fundstücke des Homo Ergaster, der als gemeinsamer Ur-Ahn von Neandertaler und Homo Sapiens angesehen wird. Er gibt damit die Entwicklungslinie vor, aus der vor etwa 200.000 Jahren die Menschheit hervorgegangen ist.
Bilder & Quelle: Trentino



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